Was wir aus unserer Kindheit mitnehmen – und unseren Kindern mitgeben
Aktualisiert: 20. Aug.
„Stell dich nicht so an.“„Andere haben es noch viel schwerer.“„Sei nicht so laut.“
Vielleicht hast du Sätze wie diese als Kind öfter gehört. Damals waren es vielleicht einfach nur Worte. Manche davon können uns jedoch noch Jahre später begleiten und gerade in stressigen Momenten wieder auftauchen – manchmal ganz unbemerkt mitten im Mama-Alltag.
Solche inneren Sätze werden häufig als Glaubenssätze bezeichnet. Es sind Überzeugungen, die wir im Laufe unseres Lebens übernommen haben und die uns heute manchmal so vertraut sind, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken.
Vielleicht kennst du Gedanken wie:
„Ich muss alles schaffen.“„Meine Bedürfnisse müssen warten.“„Ich darf niemanden enttäuschen.“„Ich muss stark sein.“
Gerade als Mama kann es spannend sein zu beobachten, welche dieser vertrauten Sätze im eigenen Familienalltag wieder auftauchen.
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Wenn die eigene Kindheit im Mama-Alltag wieder auftaucht
Vielleicht hast du als Kind gelernt, immer stark zu sein – und merkst heute, wie schwer es dir fällt, dir selbst eine Pause zu erlauben.
Vielleicht durftest du nicht laut oder wütend sein – und bemerkst heute, dass gerade die Wut deines Kindes besonders viel in dir auslöst.
Oder du hast früh gelernt, deine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen – und ertappst dich heute dabei, wie du für alle da bist und dich selbst wieder ganz hinten anstellst.
Das bedeutet nicht, dass unsere Kindheit automatisch bestimmt, wie wir später als Mama sind. Doch das, was wir selbst erlebt und kennengelernt haben, kann unseren Blick, unsere Erwartungen und unsere Reaktionen im heutigen Familienalltag mitprägen.
Vielleicht hast du dich sogar schon einmal selbst einen Satz sagen hören und unmittelbar gedacht:
„Genau das hat meine Mama früher zu mir gesagt.“
Manches kann sich auf diese Weise von einer Generation zur nächsten wiederfinden – ohne dass wir uns bewusst dafür entschieden haben.
Dein Kind erlebt mehr als deine Worte
Kinder erleben uns jeden Tag. Sie hören, was wir sagen, und erleben gleichzeitig, wie wir mit Stress und Gefühlen umgehen und welche Erwartungen wir an uns selbst stellen.
Vielleicht möchtest du deinem Kind vermitteln, dass jedes Gefühl da sein darf – während es dir selbst schwerfällt, deine Traurigkeit oder Wut zu zeigen.
Vielleicht möchtest du deinem Kind beibringen, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten – während deine eigenen im Alltag immer wieder warten müssen.
Oder du sagst deinem Kind:
„Du musst nicht perfekt sein.“
Und verlangst gleichzeitig von dir selbst, alles perfekt machen zu müssen.
Genau solche Momente können eine Einladung sein, auch einmal auf die eigenen inneren Sätze zu schauen.
Es geht nicht um Schuld
Vielleicht haben auch deine Eltern vieles so gemacht, wie sie es selbst kennengelernt haben.
Heute darfst du für dich wahrnehmen:
Welche Sätze begleiten mich noch?Was möchte ich meinem Kind mitgeben?Und was möchte ich in meiner Familie vielleicht anders leben?
Manchmal beginnt dieser Blick bei einem einzigen Gedanken:
„Ich muss funktionieren.“„Ich darf nicht weinen.“„Ich muss es allen recht machen.“
Und bei einer einfachen Frage:
Möchte ich diesen Satz heute noch für mich leben?
Glaubenssätze dürfen neu betrachtet werden
Innere Sätze müssen nicht für immer dieselbe Bedeutung für uns haben. Der erste Schritt kann darin liegen, sie überhaupt wahrzunehmen.
Vielleicht bemerkst du beim nächsten stressigen Morgen:
„Da ist wieder dieser Gedanke, dass ich alles alleine schaffen muss.“
Dann kannst du einen Moment innehalten und dich fragen:
Passt dieser Satz heute überhaupt noch zu mir?
Es geht dabei nicht darum, deine Vergangenheit aufzuarbeiten oder alles von heute auf morgen verändern zu müssen. Es geht darum, bewusster wahrzunehmen, was dich begleitet und was du heute für dich und deine Familie leben möchtest.
Manchmal beginnt es mit einem neuen Blick
Manchmal reicht es, etwas zum ersten Mal bewusst wahrzunehmen. Und manchmal entsteht der Wunsch, den eigenen inneren Sätzen, Emotionen und energetischen Themen mehr Raum zu geben.
Auch in meiner kinesiologisch-energetischen Arbeit dürfen solche Themen aus energetischer Sicht mit einbezogen werden. Dabei schauen wir mit kinesiologischen Methoden darauf, was sich im Moment zeigt und welche individuellen Impulse sich für deine energetische Balance anbieten.
Denn deine Geschichte gehört zu dir. Gleichzeitig darfst du heute immer wieder bewusst entscheiden, was du für dich leben und deinem Kind mit auf seinen Weg geben möchtest.
Vielleicht beginnt ein neuer Weg genau dort:
wo du wahrnimmst, was dich begleitet – und entscheidest, was du heute anders leben möchtest.
Hinweis: Meine Arbeit erfolgt im Rahmen der Humanenergetik und versteht sich als kinesiologisch-energetische Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit. Sie ersetzt keine medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Diagnose, Beratung oder Behandlung.



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